Es kann immer mal wieder vorkommen, dass die Serverzeit nicht stimmt – nach einer Migration, einem Hardwaretausch oder weil die Zeitsynchronisation ausgesetzt hat. Seit Debian 8 ist systemd an Bord, und damit auch timedatectl als zentrales Werkzeug für Zeit, Datum und Zeitzone.
Ein schneller Überblick über den aktuellen Stand:
timedatectl
Die Ausgabe zeigt Systemzeit, Hardwareuhr, Zeitzone und ob NTP aktiv ist – alles auf einen Blick.
sudo timedatectl set-time "2026-05-25 14:30:00"
Das setzt System- und Hardwareuhr gleichzeitig. Wichtig: Der Befehl funktioniert nur, wenn die automatische Zeitsynchronisation deaktiviert ist (siehe unten).
timedatectl list-timezones
sudo timedatectl set-timezone Europe/Berlin
Das alte tzconfig existiert in aktuellen Debian-Versionen nicht mehr. Alternativ geht auch dpkg-reconfigure tzdata , aber timedatectl ist der direktere Weg.
Auf Produktivservern sollte die Uhrzeit nie manuell gepflegt werden. NTP erledigt das automatisch:
sudo timedatectl set-ntp true
Debian bringt dafür systemd-timesyncd mit, das für die meisten Setups ausreicht. Wer mehr Kontrolle braucht – etwa bei Clustern mit enger Zeitsynchronisation – greift zu chrony:
sudo apt install chrony
sudo systemctl enable chrony
Auf älteren Systemen oder minimalen Installationen ohne systemd funktioniert der klassische Weg weiterhin:
Ohne hwclock --systohc springt die Zeit nach einem Neustart auf den alten Wert zurück.
| Aufgabe | Befehl |
|---|---|
| Status anzeigen | timedatectl |
| Zeit setzen | sudo timedatectl set-time "YYYY-MM-DD HH:MM:SS" |
| Zeitzone setzen | sudo timedatectl set-timezone Europe/Berlin |
| NTP aktivieren | sudo timedatectl set-ntp true |
| Zeitzonen auflisten | timedatectl list-timezones |