Aus der Praxis

Die App ist tot. Es lebe die Web-App!

Lange galt die App als Königsweg des mobilen Internets. Heute zeigt sich: Das Web hat aufgeholt – und ist in vielen Fällen zur offeneren, flexibleren und schlicht klügeren Plattform geworden.

von Sven Kayser · 25. August 2018

Noch vor gar nicht so langer Zeit hatte man das Gefühl, dass das mobile Internet vor allem aus einem Haufen kleiner Programme bestand – den Apps. Ständig erschienen neue Anwendungen für iOS und Android, und beinahe jeder Anbieter glaubte, eine eigene App zu brauchen, um sichtbar zu bleiben. In der Kaffeeküche, auf dem Schulhof und im heimischen Wohnzimmer wetteiferte man darum, wer die neuesten, nützlichsten oder schlicht coolsten Apps auf dem Smartphone hatte.

Das hatte gute Gründe. Webseiten waren lange Zeit vor allem für große Bildschirme gemacht, während Smartphones nur begrenzte Möglichkeiten boten, diese Inhalte vernünftig darzustellen. Suchfelder waren zu klein, Buttons schwer zu treffen, Texte kaum lesbar. Man hatte die Wahl zwischen winziger Schrift oder ständigem Zoomen und Scrollen in alle Richtungen. Dazu kamen langsame Verbindungen und Seitenaufrufe, die unterwegs einfach abbrachen. Wer das Internet auf Smartphone und Tablet wirklich nutzbar machen wollte, brauchte eine Lösung. Diese Lösung hieß: App.

Eine Einführung in die Post-App-Ära

Seitdem hat sich allerdings enorm viel verändert. Das Web hat aufgeholt – und ist gewissermaßen erwachsen geworden. Heute ist das Internet ein Ort, der Nutzerinnen und Nutzer nicht mehr dafür bestraft, welches Gerät sie gerade verwenden.

Moderne Webseiten und Webanwendungen stehen nativen Apps in vielen Bereichen kaum noch nach. Ob es um Notizen, Messenger, Social Media, Newsfeeds, Office-Anwendungen oder unternehmensinterne Plattformen geht: Vieles von dem, was früher selbstverständlich als App gedacht wurde, funktioniert heute direkt im Browser – oft einfacher, zugänglicher und plattformübergreifend konsistenter.

Auch die Nutzer haben sich längst darauf eingestellt. Vorbei sind die Zeiten, in denen man für jede Funktion bereitwillig eine eigene App installierte. Heute zählt, dass ein digitales Angebot sofort funktioniert – ohne Download, ohne App-Store, ohne unnötige Hürden. Wer eine moderne, gut gemachte Web-App anbietet, kommt diesem Anspruch sehr nahe.

Evolution zur Web-App

Die Vorteile liegen auf der Hand: Statt sich durch App-Stores zu arbeiten und Anwendungen umständlich zu installieren, nutzt man das Internet direkt – auf dem Tablet zu Hause, dem Rechner im Büro oder dem Smartphone unterwegs. Gute Web-Apps schaffen über all diese Geräte hinweg eine einheitliche Nutzungserfahrung.

Eine Web-App funktioniert in jedem modernen Browser und damit auf nahezu jedem Gerät und mit fast jedem Betriebssystem. Und auch für Nutzerinnen und Nutzer, die auf einen App-Button auf dem Startbildschirm nicht verzichten möchten, gibt es längst Möglichkeiten, Webanwendungen mit wenigen Klicks genau dort abzulegen.

Möglich wird all das durch moderne Webtechnologien wie HTML5, Responsive Design und Progressive Web Apps. Auf Basis offener Standards entstehen so Anwendungen, die plattformübergreifend viele Funktionen bieten, die früher nativen Apps vorbehalten waren – online und in vielen Fällen auch offline. Das Web ist damit nicht mehr bloß Ausspielkanal, sondern in vielen Fällen selbst die leistungsfähigere Plattform.

Entwicklung von Web-Apps in Berlin

Wir bei urbanstudio haben nie aufgehört, Webseiten und webbasierte Anwendungen zu entwickeln. Statt jedem kurzfristigen Trend hinterherzulaufen, sind wir dem Web treu geblieben und haben seine Entwicklung konsequent begleitet. Nicht umsonst gilt bei uns bis heute die Devise: web only.

Dass das Web heute so leistungsfähig ist, sehen wir deshalb nicht als Überraschung, sondern als logische Entwicklung. Für uns ist es vielmehr der Beweis, dass offene, flexible und plattformübergreifende Lösungen in vielen Fällen die klügere Antwort sind. Gerade dort, wo digitale Produkte langfristig funktionieren, auf mehreren Geräten überzeugen und ohne unnötige Barrieren nutzbar sein sollen, spielt das Web seine Stärke aus.

Web-Apps neu denken!

Web-Apps machen digitale Angebote einfacher, zugänglicher und plattformübergreifend nutzbar. Wenn Sie eine Anwendung neu denken oder bestehende Prozesse ins Web überführen möchten, unterstützen wir Sie gern.